Mieterselbstauskunft: Kostenlose Vorlage als PDF & Word
Fast jeder Vermieter will vor dem Mietvertrag eine Mieterselbstauskunft sehen. Viele Formulare im Netz fragen dabei Dinge ab, die der Vermieter gar nicht wissen darf.
Hier bekommst du eine kostenlose Vorlage als PDF und Word, die nur erlaubte Fragen enthält. Dazu: welche Fragen du nicht beantworten musst und wie du den Bogen richtig ausfüllst.
Was ist eine Mieterselbstauskunft?
Eine Mieterselbstauskunft ist ein Formular, in dem du als Mietinteressent Angaben zu deiner Person und deinen Finanzen machst. Der Vermieter will damit einschätzen, ob du die Miete zuverlässig zahlen kannst.
Typischer Inhalt:
- Kontaktdaten und gewünschter Einzugstermin
- Beruf und Arbeitgeber
- Nettoeinkommen
- Anzahl der Personen und Haustiere
- Insolvenz oder Räumungstitel ja oder nein
Gesetzlich vorgeschrieben ist die Selbstauskunft nicht. In der Praxis kommst du ohne sie aber kaum an eine Wohnung.
Mieterselbstauskunft Vorlage: PDF und Word kostenlos
Unser Mieterselbstauskunft-Formular folgt dem Musterfragebogen der Datenschutzkonferenz (DSK) von Januar 2026. Es enthält nur Fragen, die Vermieter stellen dürfen, und ist nach den drei Stufen der Vermietung aufgebaut.
Muster zur Orientierung, keine Rechtsberatung. Bitte vor dem Gebrauch auf deinen Fall prüfen.
Das PDF ist der klassische Vordruck der Mieterselbstauskunft zum Ausdrucken und Ausfüllen per Hand. Die Word-Version kannst du am Rechner ausfüllen und danach als PDF speichern. Für mehrere Mieter füllt jede Person einen eigenen Bogen aus.
Welche Fragen in der Mieterselbstauskunft erlaubt sind
Der Vermieter darf nur fragen, was für die Entscheidung über den Mietvertrag wirklich nötig ist. Die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz zieht die Grenze so:
| Erlaubt | Nicht erlaubt |
|---|---|
| Name und Kontaktdaten | Ausweiskopie (nur vorzeigen ist okay) |
| Anzahl der Personen, Erwachsene und Kinder | Familienstand und Daten der Mitbewohner |
| Beruf und Arbeitgeber | Wie lange du schon dort arbeitest |
| Nettoeinkommen oder „mindestens X € verfügbar“ | Gründe für Belastungen wie Kredit oder Unterhalt |
| Haustiere, außer Kleintiere im Käfig | Staatsangehörigkeit, Religion, Herkunft |
| Laufende Insolvenz, Räumungstitel der letzten 5 Jahre | Vorstrafen und Ermittlungsverfahren |
| WBS bei Sozialwohnungen | Schwangerschaft, Kinderwunsch, Heiratspläne |
| Erhebliche Mietrückstände, erst nach der Zusage | Name und Telefonnummer des Vorvermieters |
| Bonitätsnachweis, erst nach der Zusage | Mitgliedschaft in Partei oder Mieterverein |
5 Dinge, die du über die Mieterselbstauskunft nicht wusstest
- Unzulässige Fragen musst du nicht beantworten. Das stellt die Datenschutzkonferenz ausdrücklich klar. Lass das Feld leer oder schreib „keine Angabe“.
- Die Schufa-Datenkopie darf der Vermieter nicht verlangen. Die kostenlose Auskunft nach Art. 15 DSGVO enthält viel mehr als nötig. Erlaubt ist eine Bonitätsauskunft speziell für Vermieter, und auch die erst nach der Zusage.
- Eine Einwilligung zur Schufa-Abfrage im Formular ist unwirksam. Wenn der Mietvertrag davon abhängt, ist die Einwilligung nicht freiwillig. Solche Klauseln musst du nicht unterschreiben.
- Ein Betrag statt deines genauen Gehalts reicht. Du darfst angeben, dass dir mindestens ein bestimmter Betrag für die Miete bleibt. Auf Gehaltsnachweisen darfst du nicht nötige Angaben schwärzen.
- Nach einer Absage muss der Vermieter deine Daten löschen. Er braucht sie dann nicht mehr. Schwarze Listen über Mietinteressenten sind grundsätzlich unzulässig.
Mieterselbstauskunft ausfüllen: Schritt für Schritt
Die Selbstauskunft wird nicht auf einmal fällig, sondern in drei Stufen. Du gibst immer nur so viel preis, wie gerade nötig ist.
- Zur Besichtigung: nur Name und Kontaktdaten (Teil A der Vorlage). Bei Sozialwohnungen zusätzlich, ob du einen WBS hast.
- Wenn du die Wohnung willst: Beruf, Arbeitgeber, Einkommen, Personen, Haustiere, Insolvenz und Räumungstitel (Teil B).
- Nach der Zusage: Einkommensnachweis, Bonitätsnachweis und Fragen zu Mietrückständen (Teil C). Erst jetzt, direkt vor dem Mietvertrag. Eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung kannst du freiwillig beilegen.
- Unterschreiben und als PDF speichern, damit du bei der nächsten Wohnung in Minuten antworten kannst.
Willst du schneller sein als die anderen, füll Teil A und B schon vorab aus. Viele Vermieter laden die ersten vollständigen Bewerbungen zuerst ein.
Dos and Don'ts beim Ausfüllen
| Do | Don't |
|---|---|
| Erlaubte Fragen ehrlich beantworten | Einkommen oder Haustiere schönen |
| Unzulässige Fragen leer lassen | Aus Angst alles beantworten |
| Gehaltsnachweise schwärzen (Steuer-ID, Sozialversicherungsnummer) | Ungeschwärzte Abrechnungen verschicken |
| Pro Person einen Bogen, wenn ihr zu zweit mietet | Mitbewohner einfach mit draufschreiben |
| Bonitätsauskunft für Vermieter vorlegen | Die vollständige Schufa-Datenkopie weitergeben |
| Einwilligungsklauseln streichen | Pauschal jeder Datenabfrage zustimmen |
| Als PDF speichern und griffbereit halten | Ein Handyfoto vom ausgefüllten Zettel schicken |
Falsche Angaben bei erlaubten Fragen sind riskant. Fliegen sie auf, kann der Vermieter den Mietvertrag anfechten oder kündigen.
Fazit
Eine gute Mieterselbstauskunft ist vollständig, ehrlich und enthält nichts, was den Vermieter nichts angeht. Lade die Vorlage herunter, füll Teil A und B vorab aus und gib Nachweise erst nach der Zusage heraus. Dasselbe PDF funktioniert für jedes Portal und jede Hausverwaltung. Neue Inserate auf allen Portalen meldet dir Immobot per Push, damit du als Erster antworten kannst.
Häufig gestellte Fragen zur Mieterselbstauskunft
Was ist eine Mieterselbstauskunft?
Ein Formular, in dem Mietinteressenten Angaben zu Person, Beruf, Einkommen und Haushalt machen. Der Vermieter prüft damit, ob du die Miete zuverlässig zahlen kannst. Erlaubt sind nur Fragen, die für den Mietvertrag wirklich nötig sind.
Ist die Mieterselbstauskunft Pflicht?
Nein, gesetzlich musst du keine Selbstauskunft abgeben. Der Vermieter darf aber erlaubte Fragen stellen und sich für jemanden entscheiden, der sie beantwortet. In der Praxis gehört sie deshalb zu jeder Wohnungsbewerbung.
Welche Fragen darf der Vermieter nicht stellen?
Unzulässig sind unter anderem Fragen nach Familienstand, Staatsangehörigkeit, Religion, Vorstrafen, Schwangerschaft, Kinderwunsch, Dauer der Beschäftigung und Kontaktdaten des Vorvermieters. Auch eine Ausweiskopie darf er nicht verlangen. Solche Fragen musst du nicht beantworten.
Muss ich der Mieterselbstauskunft eine Schufa beilegen?
Nicht sofort. Einen Bonitätsnachweis darf der Vermieter erst verlangen, wenn er sich für dich entschieden hat. Die kostenlose Schufa-Datenkopie darf er gar nicht verlangen. Nutze stattdessen eine Bonitätsauskunft, die speziell für Vermieter gedacht ist.
Kann ich die Mieterselbstauskunft online ausfüllen?
Ja, mit der Word-Version. Füll sie am Rechner aus, speichere sie als PDF und schick sie per E-Mail oder lade sie im Portal hoch. Das PDF eignet sich zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen.
Was passiert nach einer Absage mit meinen Daten?
Der Vermieter muss sie löschen, sobald er sie nicht mehr braucht, in der Regel also, wenn die Wohnung vergeben ist. Nur wegen möglicher Ansprüche nach dem Gleichbehandlungsgesetz darf er sie bis zu sechs Monate aufbewahren. Schwarze Listen über Mietinteressenten sind grundsätzlich unzulässig.
